das schein-heilige Bild der christlichen römischen Kirche. . .

http://www.sueddeutsche.de/panorama/aufarbeitung-heikles-bekenntnis-1.3593107

…Das ist vorbei. Es gibt nun einige Untersuchungen, die sich der Frage nähern, warum es gerade in der katholischen Kirche so viele Fälle sexueller Gewalt durch Priester und Kirchenmitarbeiter gab.

Da war das Bild der heiligen Kirche, das nicht beschmutzt werden durfte, weshalb Täter geräuschlos versetzt und Opfer mundtot gemacht wurden.

Da war der Männerbund, in dem man komplizenhaft über Zölibatsverstöße schwieg, war die Überforderung der Patres in den Internaten.

Da waren aber auch Eltern, die alle Hilferufe ihrer Kinder überhörten und Klassenkameraden, die Teil des gewalttätigen Systems waren.

Die katholische Kirche hat Opfer entschädigt.

Sie hat Täter ihrer Ämter enthoben, Präventionsprogramme aufgelegt – an der päpstlichen Universität Gregoriana gibt es nun ein eigenes Zentrum für Kinderschutz.

Manchmal hört man Kirchenvertreter grummeln: Jetzt könnte man mal die alten Geschichten zu den Akten legen.

…Nur eine Minderheit der Täter in der katholischen Kirche ist tatsächlich pädophil. Ihre Opfer sind überwiegend männlich, oft älter als zwölf Jahre. „Unreife, verdrängte Homosexualität von Männern, die sich in den Priesterberuf flüchten – das könnte schon ein Risikofaktor für Missbrauch sein“, sagt Dreßing. Erschütternd sei auch, welch tiefe Spuren sexuelle Übergriffe im Leben der Opfer hinterließen: „Es ist eine doppelte Traumatisierung – es zerbricht die sexuelle und die religiöse Identität, wenn ausgerechnet die Menschen, denen man sich anvertraut, einem Gewalt antun.“

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