in Entwicklung

Wenn die Politiker, die Regierung, die Polizisten, die Pfaffen und Pfarrer und die Psychiater kritisiert werden – dann erhalten sie nicht nur unsere Aufmerksamkeit, und unsere Energie, sondern zugleich auch unsere Akzeptanz. Aber es ist genau das, was wir, das Volk nicht wollen . . . oder doch ? Brauchen wir da irgendwelche Gestalten, die wir im äußeren beschimpfen können, denen wir alle Schuld zu schieben können für das was nicht klappt – nur weil wir zu feige sind in den Spiegel zu schauen und genau diese Bösartigkeit oder Destruktivität im eigenen Inneren wahr zu nehmen ?! Nun ja – es ist eine wichtige Entwicklungsstufe. Sehen wir uns nur die Pubertät der Jugendlichen an, die sich so von der kindlichen Abhängigkeit zu den Eltern lösen oder zumindest zu lösen versuchen.
Schlimm wird es dann, wenn diese Rebellion gegen die eigenen Abhängigkeit und Hörigkeit mit Drogen vertuscht oder abgebrochen wird, weil danach nicht das kommt was kommen muss – nämlich die Phase der Be-frei-ung und die Phase der Verantwortungsfähigkeit und die Phase der Liebesfähigkeit. Auch Krieg irgendwo – ist so eine tödliche Grenze der pubertierenden Revolte gegen die innere Abhängigkeit, die mit dem Tod oder mit schweren Schuld-Vorwürfen endet, die dann nicht weiterführen in eine persönliche Befreiung – genau deshalb darf es keinen Krieg geben und keine Psychiatrie mit ihren chemischen Nervengiften. !!!
Aber wir müssen unser Denken, unsere Vorstellungen, unsere Kultur so ver-ehr.lichen – dass Entwicklung des Einzelnen möglich wird und sogar gefördert. .
Nicht eine glänzende Fassade vor der Habgier darf das Ziel des Lebens sein, sondern die Persönlichkeits-reife.
Wir brauchen keine hilflosen Helfer-Retter mit ihren Gefängnissen aus Chemie oder Stacheldraht, wir brauchen keine keine Sicherheit der materiellen Vermögenswerte, und schon gar keine fertig gelieferten Denkkonstruktionen, sondern Bewegung – vor allem geistige und gefühlte Bewegung – und wir brauchen Paten – die uns begleiten, die uns lieben, wenn wir das am wenigsten verdient haben und die uns Zusammenpfeifen, wenn wir im emotionalen Überschwang den Boden unter den Füßen zu verlieren drohen damit wir aus jeder Illusion und Enttäuschung zu mehr Reife heilen.

So ein Entwicklungsprozess im Leben geht doch nicht ohne Reibung und nicht ohne Auseinandersetzung – also weg mit dem verlogenen Einheitsbrei oder Friede,Freude,Eierkuchen- Kultur. Weg mit dem Rollenspiel, weg mit der Selbstverleugnung. Wir brauchen einen klaren Spiegel – der die Wahrheit und Wahrhaftigkeit zeigt und kein trübes Milchglas, der ahnen lässt, was möglich wäre wenn . . .

Wir brauchen auch keine Kirche, die von Religion schwätzt und doch nur ihre Macht und ihrem Nutzen, ihr Vermögen meint.

Wir werden noch viele Gewitter erleben müssen, damit die schwüle drückende Atmosphäre der christlichen Missioniererei, Experten-un-Wesen und Klugscheißerei von Theoretikern, Gutmenschen und Richtern überwunden ist, im Blitz – verbrannt nachdem im Donnergrollen ein Machtwort gesprochen wurde. .
Ich liebe Gewitter – aber vor allem den reinigenden Regen und die frische Luft danach.

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