die sieben Raben und die diagnostizierten Jungen

Die sieben Raben und die diagnostizierten Jungen
Die Märchen sind Symbol-Erzählungen für Soziale Konflikte wie auch die Träume, sind sie aber auch Hinweise und sie geben die Lösungen vor.
Haben Sie das als Kind auch schon erlebt, dass die Erwachsenen nicht zuhören oder gar nicht nachfragen, der Erklärung des Kindes nicht „glauben“ und dann zu völlig falschen Schlußfolgerungen kommen und leider dann meist das Kind bestrafen, verachtende verletztende Äußerungen machen und das Kind totunglücklich und verletzt stehen lassen.
So auch hier in diesem Märchen.
Der Vater sieht nur das Ergebnis, die Brüder kehren nicht nach Hause zurück und bringen das gewünschte Wasser nicht. Das reicht aus, um sie zu verfluchen (abwertend zubeschimpfen).
Und sicher hasr Du schon erlebt, dass Du als Kind beschuldigt wurdest für Dinge, die Du/das Kind nicht verursacht hat und auch nicht verändern konnte. So z.b. wenn sie als Mädchen geboren wurde, obwohl ein Junge gewünscht war oder wenn das Kind weniger hübsch ist als es die Eltern gerne hätten oder wenn das Kind Ähnlichkeiten geerbt hat zu Ahnen, die nicht gern gesehen wurden.
So auch die jüngste Tochter in diesem Märchen. Aber sie begreift das Thema und packt es an, sie sucht ihre Brüder und versöhnt sie mit den Eltern.
Wie oft müssen Kinder den Erwartungen der Eltern entsprechen, obwohl sie eigentlich ganz anders entscheiden würden. Z.b. die Berufswahl. Diese Last müssen meist die Erstgeborenen tragen während die Jüngsten arg verwöhnt werden und für ihr Dasein belohnt werden, die mittleren jedoch zwischen den Fronten stehen und keine/zu wenig Beachtung finden.

Aber auch dies ist die Voraussetzung der Lebens-Lern-Aufgabe. Keinesfalls ein Thema für Jammer und Klage und auch kein Thema für irgendwelche chemischen Gifte zur Betäubung und Lähmung der Sinne. Aber wohl eine Aufforderung nachzudenken und seinen Selbstwert in sich zu finden.

Dieses Thema finden wir auch im Märchen von Tischlein deck Dich. Als der Vater der Ziege mehr glaubt als den Aussagen seiner Söhne.

Auf einer Zugfahrt kam ich mit einem Radler ins Gespräch. U.a. vertrat er die Ansicht, dass sein einziger Sohn nicht fähig und nicht berechtigt wäre, eine eigene Befindlichkeit zu haben – das Kind müsse sich nur auf die Lehrer und den Vater auszurichten und zu tun, was ihm befohlen würde.
Ich glaube nicht, dass diese Vater-Sohn Beziehung lange hält und dass sie ganz sicher nicht offen und ehrlich ist.

Wie fühlt sich ein KInd, wenn es von den Eltern verraten wird, wenn es alleine gegen die Welt stehen muss ?

Ich las einmal die Aussage einer Mutter, deren Sohn als RAF-Mitglied verurteilt worden war und lebenslänglich gefangen war. Sie sagte:“ mein Sohn hat nur eine Mutter und hat Anspruch darauf, dass die Mutter zu ihm hält – egal wie die äußeren Umstände sich entwickelt haben.“

Genau das denke ich auch. Elternliebe muss bedingungslos sein. Egal was Fremde sagen oder verlangen, das Kind muss darauf vertrauen können, dass die Eltern zu ihm stehen und ihre Liebe niemals von fremden Urteilen abhängig machen.

Wie pervers ist die gerichtlich beschlossene Kontaktsperre des Psychiatrie-Gefolterten zu seiner Mutter !!!! gegen das Gesetz!!! gegen die elementaren Menschenrechte !!!
nur aufgrund von ärztlichen Gesichtspunkten !!!

Was sind eigentlich ärztliche Gesichtspunkte ?
und wird ein Patient zum frei verfügbaren Eigentum des Arztes ?
Ein Arzt, der Gewalt anwendet, will ganz sicher nicht heilen,
ein Arzt, der die Leiden und Schmerzen des Patienten nicht wahrnimmt bzw. diese als Simmulation abwertet, der aber Diagnosen erfindet, die der/sie nicht beweisen kann – ist nicht mal ein Mensch und schon gar kein guter Mensch, sondern ein Monster und Folterer, krimineller Vergewaltiger.
Aber eine Idee wird zur materiellen Gewalt, wenn sie die Massen ergreift und zur Zeit macht big pharma so viel Werbung, dass fast jeder meint, Ärzte wären Götter, wüssten alles und könnten über Leben und Tod entscheiden.

Nur leider ist es ganz und gar nicht so.

Um eine Situation, eine soziale noch dazu, richtig bewerten zu können, muss man das Opfer befragen, die Beschwerden des Kindes hören , wahrnehmen und als real akzeptieren.

So wie es jetzt ist, ist das ganze Sozialsystem mitsamt dem Justizsystem deutsch ein kapitaler Dreck.
Denn die Täter sehen nur, was sie sehen wollen und richten so nur Unheil an.
Denke auch daran wenn Du dieses Märchen liest, dass vor allem Jungen abwertend diagnostiziert werden und mit chemischen Drogen gelähmt. Genau dieses erzählt dieses Märchen:
Wir sollten aber auch wahrnehmen, dass das Umfeld, die Kultur, die herrschende Lebensphilosphie auch die Mutter „erzogen“ hat, so dass sie Erwartungen an ihre Kinder stellt, die diese nicht erfüllen können, wenn sie gesund und gut entwickelt sind.

http://www.maerchen.com/bechstein/die-sieben-raben.php

Gebrüder Grimm: Die sieben Raben
Kinder- und Hausmärchen. Große Ausgabe. Band 1 ( 1850 )

Ein Mann hatte sieben Söhne und immer noch kein Töchterchen, so sehr er sichs auch wünschte; endlich gab ihm seine Frau wieder gute Hoffnung zu einem Kinde, und wies zur Welt kam, wars auch ein Mädchen. Die Freude war groß, aber das Kind war schmächtig und klein, und sollte wegen seiner Schwachheit die Nothtaufe haben. Der Vater schickte einen der Knaben eilends zur Quelle, Taufwasser zu holen: die andern sechs liefen mit und weil jeder der erste beim Schöpfen sein wollte, so fiel ihnen der Krug in den Brunnen. Da standen sie und wußten nicht was sie thun sollten, und keiner getraute sich heim. Als sie immer nicht zurück kamen, ward der Vater ungeduldig und sprach ‚gewis haben sies wieder über ein Spiel vergessen, die gottlosen Jungen.‘ Es ward ihm angst das Mädchen müßte ungetauft verscheiden und im Ärger rief er ‚ich wollte daß die Jungen alle zu Raben würden.‘ Kaum war das Wort ausgeredet, so hörte er ein Geschwirr über seinem Haupt in der Luft, blickte in die Höhe und sah sieben kohlschwarze Raben auf und davon fliegen.
Die Eltern konnten die Verwünschung nicht mehr zurücknehmen, und so traurig sie über den Verlust ihrer sieben Söhne waren, trösteten sie sich doch einigermaßen durch ihr liebes Töchterchen, das bald zu Kräften kam, und mit jedem Tage schöner ward. Es wußte lange Zeit nicht einmal daß es Geschwister gehabt hatte, denn die Eltern hüteten sich ihrer zu erwähnen, bis es eines Tags von ungefähr die Leute von sich sprechen hörte, das Mädchen wäre wohl schön, aber doch eigentlich Schuld an dem Unglück seiner sieben Brüder. Da ward es ganz betrübt, gieng zu Vater und Mutter und fragte ob es denn Brüder gehabt hätte und wo sie hingerathen wären? Nun durften die Eltern das Geheimnis nicht länger verschweigen, sagten jedoch es sei so des Himmels Verhängnis und seine Geburt nur der unschuldige Anlaß gewesen. Allein das Mädchen machte sich täglich ein Gewissen daraus und glaubte es müßte seine Geschwister wieder erlösen. Es hatte nicht Ruhe und Rast, bis es sich heimlich aufmachte und in die weite Welt gieng, seine Brüder irgendwo aufzuspüren und zu befreien, es möchte kosten was es wollte. Es nahm nichts mit sich als ein Ringlein von seinen Eltern zum Andenken, einen Laib Brot für den Hunger, ein Krüglein Wasser für den Durst, und ein Stühlchen für die Müdigkeit.
Nun gieng es immer zu, weit weit bis an der Welt Ende. Da kam es zur Sonne, aber die war zu heiß und fürchterlich, und fraß die kleinen Kinder. Eilig lief es weg und lief hin zu dem Mond, aber der war gar zu kalt und auch grausig und bös, und als er das Kind merkte, sprach er ‚ich rieche rieche Menschenfleisch.‘ Da machte es sich geschwind fort und kam zu den Sternen, die waren ihm freundlich und gut, und jeder saß auf seinem besondern Stühlchen. Der Morgenstern aber stand auf, gab ihm ein Hinkelbeinchen und sprach ‚wenn du das Beinchen nicht hast, kannst du den Glasberg nicht aufschließen, und in dem Glasberg da sind deine Brüder.‘
Das Mädchen nahm das Beinchen, wickelte es wohl in ein Tüchlein, und gieng wieder fort so lange bis es an den Glasberg kam. Das Thor war verschlossen und es wollte das Beinchen hervor holen, aber wie es das Tüchlein aufmachte, so war es leer, und es hatte das Geschenk der guten Sterne verloren. Was sollte es nun anfangen? seine Brüder wollte es erretten und hatte keinen Schlüssel zum Glasberg. Das gute Schwesterchen nahm ein Messer, schnitt sich ein kleines Fingerchen ab, steckte es in das Thor und schloß glücklich auf. Als es eingegangen war, kam ihm ein Zwerglein entgegen, das sprach ‚mein Kind, was suchst du?‘ ‚Ich suche meine Brüder, die sieben Raben‘ antwortete es. Der Zwerg sprach ‚die Herren Raben sind nicht zu Haus, aber willst du hier so lang warten, bis sie kommen, so tritt ein.‘ Darauf trug das Zwerglein die Speise der Raben herein auf sieben Tellerchen und in sieben Becherchen, und von jedem Tellerchen aß das Schwesterchen ein Bröckchen, und aus jedem Becherchen trank es ein Schlückchen, in das letzte Becherchen aber ließ es das Ringlein fallen, das es mitgenommen hatte. Auf einmal hörte es in der Luft ein Geschwirr und ein Geweh, da sprach das Zwerglein ‚ jetzt kommen die Herren Raben heim geflogen.‘ Da kamen sie, wollten essen und trinken, und suchten ihre Tellerchen und Becherchen. Da sprach einer nach dem andern ‚wer hat von meinem Tellerchen gegessen? wer hat aus meinem Becher chen getrunken? das ist eines Menschen Mund gewesen.‘ Und wie der siebente auf den Grund des Bechers kam, rollte ihm das Ringlein entgegen. Da sah er es an und erkannte daß es ein Ring von Vater und Mutter war, und sprach ‚Gott gebe, unser Schwesterlein wäre da, so wären wir erlöst.‘ Wie das Mädchen, das hinter der Thüre stand und lauschte, den Wunsch hörte, so trat es hervor, und da bekamen alle die Raben ihre menschliche Gestalt wieder. Und sie herzten und küßten einander, und zogen fröhlich heim.

Jacob Grimm 1785 – 1863 u. Wilhelm Grimm 1786 – 1859

Die sieben Raben, Deutsches Märchenbuch von Ludwig Bechstein, 1847 – Maerchen.com ist eine Sammlung deutschsprachiger Märchen.
MAERCHEN.COM
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