Reform des Heilpraktikerwesen – soll Verbot heißen

ÄRZTESCHAFT – 25.05.2017

Heilpraktikerwesen sollte reformiert werden

Freiburg – Der 120. Deutsche Ärztetag fordert eine Reform des Heilpraktikerwesens. Der Gesetzgeber müsse alle invasiven Maßnahmen sowie die Behandlung von Krebs­erkrankungen vom zulässigen Tätigkeitsumfang von Heilpraktikern ausschließen, heißt es in einem Antrag, den die Delegierten heute angenommen haben.

Bei Krankheiten, die vermutlich über eine Befindlichkeitsstörung hinausgehen, müsse der Heilpraktiker den Kranken zum Arzt schicken. Heilpraktiker übten „keinen Gesund­heitsfachberuf“ aus, stellten die Ärztetagsabgeordneten fest. Sie stünden somit außer­halb der sonst im Gesundheitswesen geltenden Anforderungen an klar definierte fachliche Qualifikationen auf der Basis fundierter Standards und an eine hohe Qualität und Sicherheit in der Patientenversorgung.

Es sei gerade „das zentrale Merkmal des Heilpraktikerwesens, außerhalb geltender Standards und allgemein anerkannter Wirksamkeitsmechanismen tätig werden zu dürfen.“

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