Fehldiagnose Demenz

http://alzheimer.ch/index.cfm/de/wissen/diagnose/magazin-detail/180/fehldiagnose-demenz/

…Die Tagesdosen für gängige Psychopharmaka stiegen nach Recherchen der Wissenschaftsjournalistin Cornelia Stolze in den Jahren 2000 bis 2009 auf 47 Millionen an – ein Zuwachs von 780 Prozent.* Zu den Psychopharmaka zählen, neben Antidepressiva unter anderem Neuroleptika und Demenzmittel, sogenannte Antidementiva.

…«Die meisten waren einfach nur gebrechlich oder schwerhörig, depressiv oder fanden, dass ihr Gedächtnis nachgelassen habe.» Das ist auch Thema ihres aktuellen Buches «Verdacht Demenz».

Die US-Verbraucherschutzorganisation Public Citizen hat im Jahr 2009 eine Liste dieser Arzneimittel erstellt. Dort genannt werden, neben gängigen Antidepressiva und Benzodiazepinen, auch Antirheumatika, Opiate und Parkinsonmittel.

«Für eine irrtümliche Demenz-Diagnose bedarf es nicht einmal konkreter Symptome. Manchmal genügt es, dass der Patient zurückgezogen lebt oder schlecht hört.»

Besonders einschneidend ist die Diagnose «Demenz vom Alzheimertyp». Obwohl bis heute weder eine  klare Abgrenzung zu anderen Demenzformen, noch ein gesichertes Diagnoseverfahren existieren, «blühen die Geschäfte mit der Angst der Menschen», konstatiert Stolze im Interview.

Der Therapieerfolg der zur Behandlung von Alzheimer zugelassenen Medikamente ist bis heute umstritten und deren Nutzen im Hinblick auf den Erhalt der Lebensqualität ist nicht erwiesen.

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