Leserbrief an die Thüringer Allgemeine vom vergangenen Jahr aktuell wie eh und je

Kommentar Text:
Leserbrief an die Thüringer Allgemeine, am 09.05.2015 übermittelt.

Ein KTQ Zertifikat soll für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen werben. Die evangelische Lukasstiftung Altenburg hat so ein Zertifikat.

Aber was bedeutet das schon, wenn Menschen dort tagelang ans Bett gefesselt und durch Medikamente zwangsbehandelt werden.

Im Gottesdienst kann um Vergebung gebeten werden, aber das hilft den so gefolterten Menschen herzlich wenig.
Nicht nur, dass Behindertenrechte, das Grundgesetz, Patientenrechte einfach ignoriert werden, schimmer ist die Ignoranz über das zugefügte Leid.

Diese Patienten, denen solch eine Tortur zugemutet wird leiden. #

Ich brauch ich kein Studium um das zu erkennen, nur Menschlichkeit.

Es ist unklar, was das mit einem Gesundheitswesen zu tun hat.

Es wird zwar gesagt, dass es Hilfe ist, nur das ist eine Lüge.

Wie kann Folter und das ist Folter, was da stattfindet, gesund machen?

UN-Sonderbeauftragter J. Mendez und selbst der Papst halten Zwangspsychiatrie für Folter. Es ist Demütigung, Entrechtung, Erniedrigung, Körperverletzung, Willkür und sorgt dafür,  dass eine Angst bleibt, die einschüchtert und zu Gehorsamkeit zwingt, gefügig macht.
Die verwendeten Argumente dienen als Rechtfertigung für den brutalen Umgang mit Menschen. Eigen-oder Fremdgefährdung…
Nun hat die zu behandelnde Person niemanden ein Leid zugefügt, noch
den Versuch unternommen sich umzubringen.

Das einzige „Verbrechen“ war, ein „Störfaktor“ im strukturellen Ablauf zu sein, nicht kompatibel mit den wirtschaftlich, ökonomischen und effektiven Abläufen zu sein.

Die Zwangsbehandlungen rechtfertigt das nicht.

Ein Eigenleben darf nicht sein, auch wenn überall ein Loblied auf das Individuum gesungen wird, wenn es um Geld und Macht geht, wird das Individuum unbequem.

Es muss gebeugt werden, um händelbar zu sein.

Je nach Lebensalter werden dafür Strukturen geschaffen, die Menschen in ausbeutbaren und effektiven Bahnen der verschiedensten Unternehmen halten.

Menschenwürde, was soll das überhaupt sein und für wen hat sie Bedeutung und Nutzen, wenn sie so wenig beachtet wird.

Dass es auch anders geht, ohne Gewalt und Zwang zeigt Dr. ZInkler in seinem offenen Brief an Ministerin Leutheusser-Schnarrenberger auf.

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